The rebirth of a dream

July 2, 2009

von Platon (Altgriechiesch-Deutsch Übersetzung)

Filed under: 번역 — yheejean @ 11:23 am

Protagoras, Platon

Aus Altgriechisch. Deutsche Übersetzung von Jean Yhee

Anregungen und Übersetzungsvorschläge erwünscht.

 

* * *

Protagoras

 

[ST. I. p.309] (Dialog zwischen) Gefährten (und) Sokrates

 

[309a]
Gefährte(unten G.): Woher zeigst du dich, Sokrates? Oder ist es klar, dass [du] von der Jagd(‚Hundehatz’)

um die Jugend[-schönheit] des Alkibiades [herum] [dich zeigst; herkommst]? Fürwahr für mich [o. ‚meiner Meinung nach']

als der Zuschauende(Aor. Partzip., in Dativus relationis des Standpunktes. Ars Graeca, unten AG., S. 173, oder ‚als ich ihn gesehen habe ‘) war [ich] zwar offenbar der noch schöne Mann, fürwahr ein Mann,

Sokrates, um wenigstens unter uns gesagt zu werden,

[5] der schon voll von Bart wurde.

Sokrates(unten S.): Und was ist doch dieses? Und bist du doch nicht der Lobredner des Homeros,

[309b] der sagte(Impf. von phemi, ich sage), dass die schönste Mannbarkeit(Reife) [πρ~ωτον: zum ersten Mal] des Bärtigen sei, die

nun Alkibiades hat?

G.: Was ist wirklich nun das? Zeigst du dich wirklich von eben jenem (o. bist du – gekommen)? Und wie

der Junge gegen dich bestimmt ist(διακειται)?

[5] S.: Sogar gar sehr, (so) hat es mir zumindest(γε) den Anschein, ist es hingegen nicht am wenigsten und zwar an diesem Tag(heute);

Und allerdings sprach er vieles für (über?) mich, und hat mir geholfen, und daher komme ich

auch gerade jetzt komme ich von eben diesem. Etwas Seltsames will ich dir allerdings

erzählen; denn ich(*bei den anderen Übersetzung wird er als der Subjekt genommen) war ja [zwar] bei jenem eben(Genitivus loci), und nicht [einmal] richtete meine Gedanke auf ihn,

[und] hatte ihn oft gar vergessen.

[309c] G.: Und was ist wohl um dich und jenen so ein großer

Umstand? Doch wohl bist du denn nicht zufällig auf irgendeinem anderem schönerem gestoßen, zumindest(γε) in

dieser Stadt.

S.: Doch sehr(γε) viel [Schönerem].

[5] G.: Was sagst du? Einem Einheimischen oder einem Fremden?

S.: Einem Fremden.

G.: Woher [kommt er]?

S.: Aus Abdera.

G: Und so schön schien dir der irgendeine Fremde zu sein, dass dir der Junge schöner als der Sohn Kleinios erschien?

S.: Wie will(soll) doch das Weisere, du Glückselige, nicht als das Schönere erscheinen?

G.: Nun aber bist du wahrlich uns(Dativus ethicus für innere Beteiligung), du Sokrates, nachdem du mit irgendeinem Weisen gewesen warst?

[309d]
S.: Doch sicherlich auf jeden Fall wenigstens nun am weisesten unter derjenigen zur Zeit, wenn dieser [folgende Person] dir scheint, am weisesten zu sein, nämlich Protagoras.

G.: O() was sagst du? Ist Protagoras [als Fremder] daheim [gekommen bei uns]?

S.: Heute schon ja vor zwei Tagen (o. heute ist schon der dritte Tag).

G.: Und bist du also wirklich vor kurzem gekommen, nachdem du mit jenem gewesen warst?

[310a]
S.: Jawohl jedenfalls, ich habe vieles sowohl gesprochen und gehört.

G.: Was denn, du hast nicht einmal uns über den freundschaftlichen Umgang gesagt, wenn irgendetwas

dich nicht hindern würdest, setzt dich gleich hier, und vertreib

genau(-)diesen Jungen?

[5] S.: Also ganz doch; und ich werde ja Dank wissen, wenn ihr zuhört(Eventualis/Futuralis).

G.: Sogar (werden) wir wahrlich auch dir (Dank wissen), wenn du erzählst(Eventualis/Futuralis).

S.: Zweifach ist wohl der Dank. Also höret doch zu.

In der nun vergangenen Nacht (*Attributivische Stellung, daher ist ein Gen. Abs. wie ‚Als eben diese Nacht denn vergangen wurde‘ nicht geeignet), noch am früheren Morgen,

hat Hippokrates, der Sohn Apollodoros und ja der Bruder von Phasonos,

[310b]
die Tür mit einem Stock heftig geklopft, und nachdem einmal irgendjemand für ihn (die Tür)

geöffnet hatte, ging er sofort hinein und stürmte sich heran, und sprach mit (seiner) Stimme laut,

“O Sokrates, ” sagt er, ” bist du aufgewacht worden oder schläfst du (noch)?”

Und ich habe, nachdem ich seine Stimme erkannt hatte, gesagt “Hippokrates,

[5] (ist) dieser. Bringst du irgendeine (schlimme) Neuerlichkeit? ” “Sicherlich keineswegs(Adverbialer Akkusativ. Oder ‚nichts’, wenn man das Wort als das Objekt von Nachricht bringen’ nimmt), sagte(*von ἠμί, “sagen”) dieser,

wenn nicht(außer) das Gute.”Gut dürftest du wohl reden.”, sagte ich; Aber was ist

(das), und weswegen bist du zu dieser Zeit nun angekommen?” “Protagoras”, sagt er,

“ist angekommen”, nachdem er bei mir getreten worden ist. “Seit vorgestern(vor kurzem)” habe ich gesagt; “aber du hast

gerade jetzt erfahren?” “Ja bei den Göttern”, sagt er, “erst am (gestrigen) Abend.”

[310c]
Und hat er, indem er nach der Liege (*bei einem Übersetzungsvorschlag: ‚dem kleinen Schimmel ‘) getastet hat, sich hin zu meinen

Füßen niedergesetzt, und gesagt; “in der Tag am Abend, nachdem ich sehr spät von Oinooe

angekommen war. Denn dieser Knabe(Sklave), also der Satyros, war mir entlaufen;

Sogar denn wollte ich dir (an)sagen, dass ich ihn vorfolgen könnte, ließ ich von etwas

[5] anderes vergessen(habe ich wegen etwas anderes vergessen). Nachdem ich einmal aber gekommen war

und wir hatten (schon) die Hauptmahlzeit(Abendmahl) gehabt,

und ich die Absicht hatte, auszuruhen, dann sagte mein Bruder zu mir, dass

“Protagoras ist angekommen.”(ὄτι
citativum) Und habe ich denn noch versucht, zu dir

sofort zu gehen, darauf schien mir allzu tief in der Nacht zu sein; Als einmal

[310d] der Schlaf mich von der Ermattung am schnellsten entlassen hat(oder, “sobald einmal der Schlaf…”), bin ich sofort aufgestanden,

und so hierher hingekommen.” Und weil ich seine

Tapferkeit und Leidenschaft erkannte, sagte ich, “was(warum) [ist] mit dir(für dich) denn

dieses? Was(warum) tut Protagoras dir etwa Unrecht?” Aber dieser hat gelacht,

[5] und sagte “Ja, bei den Göttern”, “O Sokrates, weil zumindest er als der Einzige

weise ist, und mich doch nicht dazu macht.” “Aber ja wahrlich beim Zeus”, sagte ich,

“Wenn wohl ihm Geld geben und diesen(ihn) überzeugen würdest(Eventualis mit Konj.), wird er

dich weise machen.” “Wenn(εἰ als Wunschpartikel) es ja”, sagte er aber, “o Zeus und die Götter, wäre(Optativ: potentialis der Gegenwart)

[310e] doch daran läge, dass ich weder mit Meinigen noch

mit denen von Freunden wohl nichts karge. Aber gerade deswegen(αὐτὰ ταυτᾶ) ich bin(sind) hin zu dir gekommen, damit du für

mich mit ihm untereinander die Stellungen austauschst. Denn ich bin einerseits sogar zu jung(Komparativ),

und hatte andererseits Protagoras aber weder jemals gesehen, noch ihn in irgendeiner Weise gehört;

[5] Denn ich war noch ein Kind, als er das erste Mal eingereist war. Aber ja, mein

Sokrates, alle loben den Mann und sagen, dass er am meisten kundig im Reden sei; warum gehen wir zu ihm nicht, damit

[311a] wir ihn zu Hause antreffen? Er quartiert sich doch, wie ich gehört habe, bei

Kallias des Hiponikos(bei Kallias, Sohn von Hiponikos), ein; Aber lass uns gehen.” Und ich habe gesagt;

“Mein Guter, lass uns noch nicht dorthin gehen – denn es ist noch zu früh – aber lass uns hier

auf den Hof hin aufstehen(aufbrechen), und da herumgehend

[5] verweilen, bis es Tag wird; Dann lass uns gehen. Denn ja die meisten Zeiten

verbringt Protagoras zu Hause, so dass, sei mutig, wir ihn

zu Hause, wie es zu erwarten steht, antreffen werden.”

Nach diesem sind wir aufgebrochen und auf ihn übergegangen; aber ich

[311b] habe die Seelenstärke von Hippokrates erprobt, indem ich ihn genau betrachtet habe,

und habe gefragt, sag mir, sagte ich, o Hippokrates,

du versuchst jetzt hin zu Protagoras zu gehen, um ihm das Geld(Lehrgeld)

als den Lohn für dich zu zahlen, (aber bist du) in welcher Meinung, nämlich, zu wem wirst du hingelangen, und was

[5] wirst du werden? Wie wohl(Wie, zum Beispiel,) wenn du vorhaben würdest, zu dem mit dir namenidentischen(verwandten)

Hippokrates aus Kos, dem Askletiaden, zu gehen

um ihm das Lehrgeld für dich zu bezahlen(Abs. Infinitiv mit Finalsinn), wenn jemand dich fragen würdest;

“Sag mir, mein Hippokrates, du willst dem Hippokrates

[311c] das Lehrgeld bezahlen, aber glaubst du, ihm als welchem (seienden)?” Was hast du wohl geantwortet? – Ich habe gesagt, sagte er,

dass als einem Arzt.— “Was(wer Ὡσ τίσ) wirst du werden? (Um was zu werden?)” – Ein Arzt, sprach er.–

Wenn du doch vorhaben würdest, zu Polykleitos oder zu Pheidias dem Athener

zu gehen, um jenen das Lehrgeld für dich zu bezahlen,

[5] wenn jemand dich fragen würdest; “Als wem, hast du im Sinn,

Polykleios und auch Pheidias dieses Lehrgeld zu bezahlen?” Was wirst du

antworten? – Ich sagte wohl als den Bildhauern.— “Was(wer) wirst du aber selbst

werden?” – Es ist klar, (dass) [ich] ein Bildhauer [werde].— Wohl, sagte aber ich;

[311d] zwar zu Protagoras gehen wir, sowohl ich als auch du, eben sofort jetzt

und werden bereitwillig sein, ihm das Geld als das Lehrgeld für dich zu bezahlen,

aber wenn unser Geld(Vermögen) ausreicht, überreden wir ihn sogar,

wenn also wirklich nicht, verwenden wir noch dazu das Geld von Freunden. Wenn

[5] nun jemand uns, während wir so heftig mit diesem uns befleißigen, fragen wird;

“Sag mir, o Sokrates und auch Hippokrates, als wem,

hast du im Sinn, Protagoras das Geld zu bezahlen?” Was

[311e] haben wir ihm wohl geantwortet? Als welchen anderen bezeichneten Name hören wir zumindest über

Protagoras? Gleichwie [wir] über Pheidios als einen Bildhauer und

über Homeros als einen Dichter [hören], als was für einen über Protagoras

hören wir? — Offensichtlich ja einen Sophisten, nennen Sie zumindest, o Sokrates, den

[5] Mann, erwiderte er. – (wie) kommen wir also zu einem Sophisten, und ihm das Geld

bezahlen? Ja wohl.

Wenn allerdings jemand dich sogar dieses noch dazu fragen würde;

[312a] “Kommst du selbst eben zu dem Protagoras,

um was doch wirklich zu werden?”

Und nun sagte dieser errötend,– denn sich der Tag irgendwie(τι) schon vorher aufgebrochen hat,

so dass er sichtbar wurde – wenn es aber irgendwie zu den

vorigen passen würde, offenbar ja, um ein Sophist zu werden(Part. Fut. mit finalem Sinn). Du aber,

[5] doch sagte ich, bei den Göttern, wirst wohl dich nicht auf die Hellenen hin(den Hellelen gegenüber)

schämen, dich selbst als einen Sophisten darzubieten? Ja beim Zeus, o Sokrates, wenn ja

wirklich es notwendig ist, zu sagen, wie(was/welches) ich denke. Aber also, o Hippokrates,

meinst du nicht, damit dein Unterricht von deinem Protagoras nicht

[312b] ein solcher (Unterricht) sein wird, aber gerade wie der (Unterricht) von dem Elementarlehrer war,

sowie von dem Kitharaspieler und dem Gymnastiklehrer? Denn jeden (Unterricht) von deren hast du

nicht an Technik gelernt, um ein Meister(Künstler, Handwerker) zu werden, sondern an der

Ausbildung, wie sie für den Laien und den Freien angemessen ist. – Das Ganze

scheint mir der Unterricht von Protagoras, sagte er, eher ein solcher

[5] zu sein.

Weißt du denn, was du nun im Sinn hast, zu tun, oder entgeht es dir? Sagte aber

ich. – Weswegen? – Dass du willst, deine eigene Seele dem darzubieten, einem Menschen

[312c] zu dienen, wie du sagst, einem Sophisten; Dass er aber vielleicht doch ein Sophist

ist, werde ich mich wohl wundern. wenn du weißt. Und wenn du doch dieses nicht kennst,

und nicht weißt, wem du die Seele hingibst, weder ob einer guten noch ob

einer schlechten Sache. – Ich glaube zumindest, sagt er, zu wissen. – Sprich denn, was glaubst du

[5] ist ein Sophist? – Ich[Meiner Meinung nach] gewiss, sprach dieser, wie der Name sagt,

derjenige, der die Weisheiten versteht. – Also, sagte doch

ich, ist es doch nicht erlaubt, dieses sowohl über Maler als auch über

Meister zu sagen, dass diese die Weisheiten verständen; Aber

[312d] wenn irgendjemand uns fragen würde, “Was von den Weisheiten verstehen die Maler?”,

werden wir ihm wahrscheinlich(irgendwo) wohl sagen, dass [sie] von jeden [Weisheiten] zur Vollendung

verstehen”, und im Übrigen auf dieser Weise. Wenn jemand doch jenes

fragen würde, “Was für eine(welche) von den Weisheiten versteht [= ist verständlich] ein Sophist?” Was würden

[5] wir ihm wohl antworten? Welche Vollendungen verstehe er? – Was wohl

würden wir sagen, o Sokrates, was er sei, als er verstehe davon,

im Reden tüchtig zu machen? Vielleicht würden wir, sagte aber ich, wohl die Wahrheit sagen, nicht

jedoch sehr ausreichend; Denn schon die Antwort (zu) der Frage ist uns nötig,

über welches [Thema] der Sophist im Reden tüchtig(gewaltig) macht; Gleichwie der Kithara-

[312e] spieler vielleicht tüchtig im Reden über seinerseits gerade und über die Kenntnis

von Kitharaspielen macht; Nicht wahr? – Ja. – Nun gut(von 3 pl. Opt. von εμ); Der Sophist aber jetzt

macht über welches im Reden tüchtig? – Offenbar, dass [er] über eben wessen

von Fähigsein(Kenntnis haben) auch? – Zumindest von dem Wahrscheinlichen(Schein). Was jetzt ist dieses über Seines seinerseits

[5] von Fähigsein, und zwar als was macht der Sophist seinen Schüler? – Beim

Zeus, sagte er, ich habe nicht Weiteres, dir zu sagen.

[313a] Und ich habe nach diesem gesagt; Was wirklich? Weißt du in Bezug auf solchen welche

Gefahr kommen würde indem du deine Seele hingeben wirst? Wäre zwar nötig, entweder doch deinen Körper

irgendeinem hinzuwenden, so dass du dich in Gefahr bringst[o. als dich in Gefahr bringenden], oder dasselbe [= der Körper] zum Guten[Nutzen]

oder zum Bösen[unnützlich] zu werden, hättest du dich wohl nicht viel überlegen, ob es anzuvertrauen wäre,

[5] oder nicht, und hättest du sowohl deine Freunde

als auch deine Verwandte wohl um einen Rat gebeten, und bei dir viele Tage überlegt; Folgendes aber hältst du für

wichtiger[größer] als der Körper[Gen. comparationis], [also] deine Seele [meine ich], in der es

dein Ganzes ist, gut oder schlecht zu handeln, indem[weil] es[die Seele] nützlich oder unnützlich

wird, wirst du dich doch über dieses weder mit Vater noch mit Freund,

[313b] noch mit keinem von uns Gefährten beraten, ob es anzuvertrauen ist,

oder ob sogar nicht dem ankommenden Fremden deine Seele [anzuvertrauen ist], sondern

du hast am [letzten] Abend gehört, wie du sagst, bist frühmorgens gekommen und machst gewiss über diesen

nicht einmal Wort noch auch einen Rat, ob es nötig ist,

[5] deine [Seele] zu ihm anzuvertrauen oder nicht, aber du bist bereits[entschlossen], das Vermögen sowohl von dir

als auch von den Freunden aufzuwenden, damit du noch auf alle Weise

mit Protagoras zusammen sein musst, und weder erkennst, wie du sagst, noch auch nicht jemals

[313c] öffentlich sprachst, und doch rufst du den Sophisten bei Namen auf, den Sophisten doch,

wer er einst auch immer ist, zeigst du dich ganz unwissend, darin[welchem] du deine [Seele] anvertrauen

willst? – Und nachdem er es gehört hatte, sagte er, “es scheint, o Sokrates, wie

du von diesen[infolge deren] sagst.” – Also demzufolge ist der Sophist vielleicht

[5] irgendein Handelsmann oder ein Kleinhändler von Frachtgütern[Waren], von welchen die Seele

sich nährt? Denn er scheint mir zumindest ein solcher Mann zu sein. – Aber wovon[wodurch: Dat. instrumentalis] nährt sich,

o Sokrates, die Seele? Von Kenntnissen doch wohl, sagte ich. Und

auf welche Weise verkauft der Sophist, mein Gefährte, diejenigen, die er lobt, und

täuscht euch wirklich nicht, wie diese um die Ernährung des Körpers herum (machten),

[313d] [nämlich] der Handelsmann und der Kleinhändler.

* [314e]

[314a] Denn [es besteht] sowohl

ja bekanntlich als auch viel mehr Gefahr in dem Kauf der Kenntnisse als

in dem der Speisen. Denn man kann zwar sowohl die Speisen als auch dasjenige, das einst von

dem Kleinhändler und von dem Großhändler gekauft wurde, in den anderen Gefäßen

[5] wegbringen, und bevor [man] diese [Speisen] zu dem Körper trinkend oder essend(*Q: Warum im Akkusativ? Vielleicht deswegen, weil “Das Prädikatnomen … im Akk. stehen [muss], wenn ein Beziehungswort fehlt.” – AG. s. 195, 3. c.?)

nehmen, zu Hause hinstellen, [und] man hat sich beraten können,

einen künftigen Menschen herbeirufend, ob[dass] es zu essen oder zu trinken ist,

oder nicht, und [dann] wie groß[viel] und wann:

*[314b~315b] (*noch zu ergänzen)

[315b-9] Doch habe ich danach bemerkt, sagte Homeros, dass Hippias

[315c] von Elis in der gegenüber liegenden Vorderhalle im Thronsessel saß;

Um ihn herum saßen aber Eryksimachos der Sohn

Akoumenos auf dem Stuhl und Phaidros der Sohn von Myrrinousios, sowie Androhn der

Sohn Androtiohnos, auch von Fremden, Mitbürger(Landleute9 sowohl seines als auch andere

[5] irgendwelche Leute. Sie schienen über die Natur sowie über die Himmelserscheinungen

nach irgendwelcher Astronomie den Hippias zu fragen, der seinerseits im Stuhl saß und für Alle von diesen

urteilte und die gefragten durchging. Und auch den Tantalos [habe ich] doch offenbar [bemerkt].

Daheim gekommen ist also

[315d] auch der Prodikos der Keios – er war in irgendeiner Wohnung –, welche Hipponikos für ihn [eher] wie ein Vorratskammer –

Hipponikos benutzt hat, nun aber hatte dieser Kallias wegen Menge der Einkehrenden auch dieses ausgeleert und zum Gastzimmer gemacht.

* [315d – 316b6]
(*noch zu ergänzen)

[316b-7] Was ist allerdings doch das, weshalb ihr gekommen seid?

Hippokrates der hier ist zwar von den Einheimischern, [und er ist] der Sohn

Apollodoros, [stammt] von den großen und auch wohlhabenden Wohnungen(Häusern), und er selbst scheint in Bezug auf die[seine] Natur(Akk. der Beziehung = Accusativus Graecus)

[10] mitsamt seiner Altergenossen wetteifernd(e) zu sein. Er scheint mir doch,

[316c] berühmt in dieser Stadt werden zu wollen, [und] hat sich ja vorgenommen, dieses wohl

am besten zu werden. wenn er mit dir zusammen wäre; Überlege dir offenbar schon selbst dieses,

ob du meinst, über dieses allein zu Alleinigen sprechen zu müssen, oder mit Anderen.

[5] Richtig hegst du für mich Fürsorge, O Sokrates, sagt er. Denn ein Mann – der fremd ist,

und nach den großen Städten gehen wird und in diesen

die Besten der Jugend überredet, den Umgang mit den Anderen

zu verlassen, sowohl der heimischen als auch der ausländischen, sowohl der älteren

als auch der jüngeren, um mit ihm Umgang zu haben, damit sie wegen

[316d] des Umgangs mit ihm besser werden – dieser muss sich in Bezug auf das, das er durchführt, in Acht

nehmen. Denn nicht nur entsteht die keine kleine Missgunst(pl.) über diese, sondern auch

die anderen feindlichen Gesinnungen und sogar die geheimen Vorhaben. Ich aber sage, dass die sophistischen[listigen]

Künste doch aus früheren Zeiten stammten, und dass doch die sie [=Künste] Übenden

[5] die Männer aus früheren Zeiten sind, – weil sie sich das Gehässige von dieser fürchteten -

und diese [Männer] zum Vorwand zu nahmen und als Vorwand brauchten, [nämlich] diese [o. einige] doch die Dichtkunst,

wie Homeros, und sogar Hesiodos sowie Simonides, diese [o. andere] doch wiederum

die Offenbarungen und sogar die Weissagungen, diese um sowohl Orpheus als auch Museen

herum; Doch welch einige hatte ich sogar als Turmlehrer bemerkt, wie Ikkos

etwa der Tarentiner, und auch nun noch als keine Sophisten minderwertiger [Sophist] (Gen. comparationis)

Hrodikos der Sehlymbrianer, doch ein vor Zeiten[o. ein ursprünglicher] Megaraner.

 

***

[319b-3] Denn ich sage, wie auch die anderen Griechen sagen,

dass Athener weise sind.

[5] Ich sehe, immer wann sie zu einer Volksversammlung zusammengekommen waren, sobald als einerseits

die Stadt irgendetwas über den Hausbau machen werden müsste(AcI mit Inf. Aor. Fut.), dass die Hausbaumeister

als Ratgeber über die Bauen(Akk. Pl.) herbeigeholt werden, [und] immer wann

andererseits über den Schiffsbau, die Schiffsbaumeister, und die ganzen auf dieser Weise,

[319c] wie viel sie glauben, gelernt und gelehrt zu werden; Wenn aber irgendjemand anderer

versuchen würde, ihnen zu beraten, [irgendjemand,] den Sie nicht

für einen Meister zu halten, selbst wenn er ja schön, reich und von den edlen Abstammungen wäre …

 

 

* * *

 

Um die altgriechischen Schriften von diesem Beitrag richtig zu zeigen, ist eine neue Schrift (Font), z.B. ‚SGreek’ für einen Windows PC ggf. erforderlich. Darüber kann man sich in folgenden Seiten besonders gut informieren.

http://www.perseus.tufts.edu/hopper/help/archived/fonthelp.jsp

https://perswww.kuleuven.be/~u0013314/greekg/fonts.htm

 

* * *

한글번역도 준비 중입니다.

The Korean translation is on the way, too. To read Korean on a windows PC,
you may need to install the east-Asian language pack from the windows installation CD.

 

* * *

Für diejenigen, die eine ‚Standardübersetzung’ brauchen: Momentan sind auf zwei verschiedene Deutschübersetzungen im Netz verfügbar:

http://www.zeno.org/Philosophie/M/Platon/Protagoras : Übersetzung von Franz Susemihl (1856)

http://www.opera-platonis.de/Protagoras.html : Übersetzung von Friedrich E. D. Schleiermacher)

 

There are at least two English translations to be found in the internet:

http://www.perseus.tufts.edu/cgi-bin/ptext?doc=Perseus%3Atext%3A1999.01.0177;query=text%3D%233;layout=;loc=Prot.%20309a

(Perseus by the Tufts Univ. with commentary)

http://classics.mit.edu/Plato/protagoras.html (From mit.edu, translated by Benjamin Jowett)

 

* * *

 

Letzte Korrektur am 06.07.2009

 

 

 

 

 

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